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Baufinanzierung

Annuitätendarlehen

Bei einem Annuitätendarlehen zahlt der Kreditnehmer gleichbleibende Raten, die sich aus den Zins- und Tilgungsleistungen zusammensetzen. Da sich bei jeder Ratenzahlung die geschuldete Kreditsumme vermindert, sinkt dadurch die Zinsbelastung.
Im Laufe der Zeit steigt daher der Tilgungsanteil immer weiter an und bewirkt damit, dass die Kreditsumme wesentlich schneller sinkt. Beim Abschluss des Kreditvertrages sollte jedoch darauf geachtet werden, das die Tilgungsrate bei mindestens 1% der Kreditsumme pro Jahr beginnt.

Bei Zinsbelastungen von unter 5% pro Jahr ist es daher zu überlegen, ob nicht eine höhere Tilgungsleistung von 1,5 oder sogar 2% möglich ist, was zu einer noch schnelleren Rückführung des Kredites führt. Allerdings sollte es sich dann um einen Vertrag mit mehrjähriger Zinsbindung handeln, damit die Rate immer gleich bleibt und der Kreditnehmer weiterhin seine Planungssicherheit behält.

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Ein Annuitätendarlehen kann aber auch mit einem variablen Zins ausgestattet werden. Bei einem variablen Zinssatz, der beispielsweise an den EURIBOR gekoppelt ist, wird der Zinsfuß regelmäßig an den aktuellen Marktzins angepasst. EURIBOR steht dabei für European InterBank Offered Rate und bezeichnet den Zinssatz, den Banken im Interbankengeschäft für Termingelder zu bezahlen haben.

Daraus folgt, dass auch augenscheinlich niedrige Raten sehr schnell bei einem unerwarteten Zinsanstieg zu einem finanziellen Fiasko für den Kreditnehmer werden können, da die zu leistende Rate immer größer wird.

Annuitätendarlehen werden in Deutschland gerne zur Finanzierung von Immobilien verwendet, da beide Vertragsparteien ihre Planungssicherheit im Einnahmen- wie Ausgabenbereich haben. Die Zinsbindungsfrist liegt dabei bei fünf, zehn oder fünfzehn Jahren, längere Bindungsfristen über 20 und mehr Jahre werden nicht gerne von den Banken bewilligt.

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