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Ballonkredit

Bei einem Ballonkredit handelt es sich um eine Finanzierungsvariante, bei der die monatliche Kreditrate sehr gering ist und bei dem am Ende der Kreditlaufzeit eine recht hohe Restschuld verbleibt, die der Kreditnehmer entweder in einer Summe aufbringen oder für die er einen neuen Kredit aufnehmen muss.

Insbesondere Automobilhersteller beziehungsweise deren Banken bieten werbewirksam Ballonkredite an, um zum Autokauf zu motivieren. Hier wird mit der sehr geringen Finanzierungsrate geworben. Wer jedoch in Vorfreude auf das neue Fahrzeug die Kreditbedingungen nicht ausführlich genug liest, kann am Ende der Laufzeit eine böse Überraschung erleben.

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Ein Ballonkredit ist nur in wenigen Fällen wirklich sinnvoll. Wer kurzfristig eine größere Investition finanzieren möchte oder muss, dabei aber schon weiß, dass in beispielsweise zwei Jahren ein entsprechender Betrag durch eine fällige Kapitallebensversicherung zur Verfügung steht, kann bedenkenlos auf einen Ballonkredit zurückgreifen, um seine monatliche Ratenbelastung gering zu halten.

Sinnvoll kann ein Ballonkredit auch für Existenzgründer sein, die das Geld in die eigene Firma investieren und in den ersten Jahren eine möglichst geringe Ratenbelastung wünschen. Wirft die Firma nach einigen Jahren entsprechende Gewinne ab, dürfte eine Anschlussfinanzierung mit hoher Tilgung kein Problem mehr darstellen.

Private Kreditnehmer, die auf einen Anschlusskredit angewiesen sind, sollten jedoch besser Abstand von einem Ballonkredit nehmen. Zunächst kann niemand abschätzen, ob und zu welchen Konditionen sie in der Zukunft eine Anschlussfinanzierung erhalten werden. Weiterhin sollte eine solche Finanzierung nicht länger laufen, als die Nutzungsdauer des mit dem Geld angeschafften Gutes beträgt. Schließlich wird niemand Freude daran haben, noch immer Kreditraten für ein Auto abzuzahlen, welches schon längst auf dem Schrottplatz gelandet ist.

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