Baufinanzierung

Die Baufinanzierung ermöglicht oft erst den Bau oder die umfangreiche Renovierung eines Hauses. Denn die hohen Summen, die hier anfallen, können in den seltensten Fällen direkt bar auf den Tisch gelegt werden.

Die Kosten für den Neubau oder die Sanierung eines Hauses bewegen sich in sechsstelligen Dimensionen oder höher. Das ist für den Otto Normal Bürger nicht auf einmal zu stemmen. Die Baufinanzierung löst dieses Problem, denn die zahlreichen Möglichkeiten, um die finanziellen Mittel zu erhalten, sind groß.

Vergleich

Die Baufinanzierung mit einem Bankdarlehen

Der Gang zur Hausbank ist für viele Bauherren zur Baufinanzierung die erste Wahl. Mit einem Annuitätendarlehen kann die Bausumme finanziert werden. Dabei werden für das Darlehen eine bestimmte Laufzeit und ein fester Zinssatz vereinbart, wobei die Zinsbindung über einen Zeitraum von bis zu 15 Jahren und länger bestehen kann. Der Darlehensnehmer zahlt das Darlehen in festgelegten Raten ab. Es besteht auch die Möglichkeit, ein variabel verzinstes Darlehen bei einem Kreditinstitut aufzunehmen. So wird der Zinssatz regelmäßig an den Marktzins angepasst. Das kann, je nachdem, wie sich der Marktzins entwickelt, zu höheren oder niedrigeren, monatlichen Belastungen führen. Der Eigenkapital-Faktor ist dabei immer noch eine Größe, die nicht zu unterschätzen ist. Obwohl der Bauherr nicht zwangsläufig Eigenkapital zur Genehmigung der Baufinanzierung vorweisen muss, erleichtert es die Finanzierung doch sehr, da sich der Kapitalbedarf verringert.

Der Bausparvertrag zur Baufinanzierung

Der Bausparvertrag ist auch heute noch die beliebte Finanzierungsform für den Neubau. Bausparverträge sollten möglichst frühzeitig abgeschlossen werden, das kann auch geschehen, wenn noch keine konkreten Baupläne ins Auge gefasst wurden. Mit einer Laufzeit von durchschnittlich zehn Jahren lässt sich eine im Voraus vereinbarte Summe ansparen, die dann entweder am Ende der Laufzeit ausgezahlt oder zum Erhalt eines zinsgünstigen Darlehens verwendet wird. Arbeitnehmer und Arbeitgeber können sich die monatlichen Beiträge für den Bausparvertrag auch teilen, wenn entsprechend vermögenswirksame Leistungen vereinbart wurden.

Weitere Möglichkeiten der Baufinanzierung

Die Muskelhypothek ist ebenfalls ein Darlehen, das jedoch durch die Eigenleistungen des Bauherren gering gehalten werden kann. Je höher der Anteil der Eigenleistungen, umso niedriger wird der Kapitalbedarf. Die Selbsteinschätzung kann dabei aber zur Stolperfalle werden, denn ein Hausbau ist kein Zuckerschlecken. Krankheit, Bauschäden durch unsachgemäße Ausführungen oder Zeitmangel bringen die Muskelhypothek mitunter ins Wanken. Einfacher ist es hingegen, ein klassisches Baudarlehen mit einer Lebensversicherung oder privaten Rente zu koppeln. Die Angebote zeigen sich hier vielfältig, ein Vergleich lohnt sich. Es muss auch nicht immer die eigene Hausbank sein, bei der ein Baudarlehen aufgenommen wird. Die Konditionen gestalten sich hier, besonders was die Verzinsung angeht, sehr unterschiedlich. Direktbanken bieten ihren Kunden oft weniger bürokratische Hürden und niedrigere Zinsen.