Berufsunfähigkeitsversicherung

Die Berufsunfähigkeitsversicherung ist eine wichtige Vorsorgemaßnahme, um später nicht am Existenzminimum zu leben. Auf die gesetzliche Erwerbsminderungsrente können Arbeiter und Angestellte heute nicht mehr setzen.

In Deutschland steigt die Zahl der Menschen, die wegen Berufsunfähigkeit nicht mehr erwerbstätig sind, stetig an. Die gesetzliche Erwerbsminderungsrente ist oftmals so gering, dass nicht einmal die laufenden Lebenshaltungskosten abgedeckt werden können. Eine frühzeitige Berufsunfähigkeitsversicherung wird seit Jahrzehnten von den Experten angeraten.

Berufsunfähigkeit und die Auswirkungen

Es kann jeden treffen. Durch körperliche oder geistige Krankheit kann der einmal erlernte Beruf nicht mehr ausgeübt werden. In den wenigsten Fällen ist, aufgrund des Alters oder anderer Komplikationen, noch eine Umschulung möglich oder sinnvoll. Der Weg führt dann zur Beantragung der Erwerbsminderungsrente, was mit viel Bürokratie verbunden ist und sich über Jahre hinziehen kann. Selbst bei der vollen, gesetzlichen Erwerbsminderungsrente, die dann gezahlt wird, wenn der Antragsteller nicht einmal mehr in der Lage ist, maximal drei Stunden am Tag zu arbeiten, beträgt die Rentenhöhe nur noch maximal 30 Prozent des letzten Bruttoentgeltes. Daher empfiehlt sich die Berufsunfähigkeitsversicherung, damit der Lebensstandard im Falle eines Falles gesichert ist. Berufsunfähigkeit heißt nicht automatisch Arbeitsunfähigkeit, was besonders die Erwerbsminderungsrente erschwert. Doch jeder Fall ist individuell gelagert und kann mit einer Versicherung gegen Berufsunfähigkeit genau berücksichtigt werden.

Was bei der Wahl einer Berufsunfähigkeitsversicherung zu beachten ist

Im Zusammenhang mit der Berufsunfähigkeitsversicherung taucht der Begriff „Abstrakte Verweisung“ auf. Das bedeutet, dass der Versicherer prüfen kann, ob für den Versicherten die Ausübung eines anderen Berufes, die den Fähigkeiten und den Vorkenntnissen des Versicherten entspricht, in Frage kommt, ohne dass gravierende Einkommenseinbußen mit einer anderen Tätigkeit verbunden sind. Um dieser Problematik aus dem Weg zu gehen, empfiehlt es sich, auf eine Berufsunfähigkeitsversicherung zu achten, die keine abstrakte Verweisung enthält. Die Rentenhöhe kann der Versicherte selbst festlegen, sie sollte jedoch auch zukünftige Preissteigerungen und erhöhte Abgaben, z.B. in der Krankenversicherung, berücksichtigen. Die Laufzeit des Vertrages spielt ebenfalls eine wichtige Rolle und sollte nicht zu kurz bemessen sein. Flexible Änderungen, wie z.B. die Möglichkeit zur Höherversicherung, sind starren Verträgen vorzuziehen.

Voraussetzungen für den Abschluss einer Berufsunfähigkeitsversicherung

Alter und Gesundheitszustand werden beim Abschluss und auch bei der Berechnung der Prämie vorrangig bewertet. Daher lohnt sich der Abschluss einer privaten Berufsunfähigkeitsversicherung schon bei Eintritt in das Arbeitsleben. Je länger Beiträge eingezahlt werden können, umso höher kann auch die Versicherungssumme angesetzt werden. Gesundheitsfragen stellen einen weiteren, wichtigen Baustein dar. Ist schon vor Vertragsabschluss erkennbar, dass eine Leistung in absehbarer Zeit, aufgrund von Vorerkrankungen, eintreten könnte, dann stehen die Chancen eher schlecht. Auch das Risiko, durch Verletzungen bei Sport oder Freizeitaktivitäten berufsunfähig zu werden, wird bei den Versicherungsgesellschaften einkalkuliert.