Dispokredit – Dispozinsen im Vergleich

Girokonto Dispozinsen Vergleich
Ein Dispokredit gehört heute schon fast zum Girokonto dazu, denn die Möglichkeit, im Falle eines finanziellen Engpasses einen eingeräumten Überziehungskredit in Anspruch nehmen zu können, bieten ein Stück weit beruhigende Sicherheit für den Kontoinhaber. Die Zinsen für den Dispokredit schlagen allerdings oftmals ordentlich zu Buche.

Es lohnt sich für Bankkunden, Dispozinsen im Vergleich zu betrachten und auch einen Kontowechsel mit deutlich besseren Konditionen in Betracht zu ziehen. Bei Eröffnung eines neuen Girokontos sollten die Zinsen für einen Dispositionskredit sowie die geduldete Überziehung von Anfang an mit im Fokus stehen, auch wenn ein Disporahmen vorerst nicht benötigt wird.

Dispozinsen Vergleich

In unserem Dispokredit Vergleich ist zu jedem Konto auch die Zinshöhe für den Dispo zu finden. So finden Sie das Konto mit den besten Konditionen.

BankDispo-
zins
Konto-
gebühr
KartenBesonderheitenKonto beantragen
DKB
DKB
6,90%

0€


EC0€

Visa0€
+ weltweit Bargeld für 0€ mit Visa
+ sehr günstiger Dispo
+ Guthabenzinsen
+ Freie Automatenwahl
Zur Bank
ING DiBa Girokonto
ING DiBa
6,99%

0€


EC0€

Visa0€
+ Bargeld in €-Ländern für 0€ mit der Visa Karte
+ geringe Dispozinsen
+ 50€ Startguthaben
Zur Bank
1822direkt
1822direkt
7,43%

0€


EC0€

MasterCard25€
oder
Visa25€
+ Bargeld in €-Ländern für 0€ mit der MasterCard
+ 150€ Startguthaben
+ ab 2.000 € Jahresumsatz kostenlose Kreditkarte
Zur Bank
Consors Bank
Consorsbank
7,75%

0€


EC0€

Visa0€
+ weltweit Bargeld für 0€ mit der Visa Karte
+ geringe Dispozinsen
+ 50€ Startguthaben
+ bis zu 100€ Prämie im Jahr
+ kostenlose Partnerkarte
Zur Bank
netbank Konto
netbank
8,00%

0€


EC0€

MasterCard0€
+ weltweit Bargeld für 0€ mit der MasterCard
+ 0€ Startguthaben
Zur Bank
Targo Bank Konto
TARGOBANK
8,40%

0€


EC0€

VisaClassic0€
oder
VisaPrepaid30€
+ Bargeld für 0€ mit der MaestroCard bei CashPool Automaten
+ Filialnetz
Zur Bank
comdirect Girokonto
comdirect
8,95%

0€


EC0€

Visa0€
+ weltweit Bargeld für 0€ mit der Visa Karte
+ 100€ Startguthaben
Zur Bank
Commerzbank Konto
Commerzbank
0,00%

0€



ab 1200€ mtl. Geldeingang
EC0€

MasterCard34,90€
+ Bargeld für 0€ mit der MaestroCard bei CashGroup Automaten
+ 0€ Startguthaben
+ Filialnetz
Zur Bank
norisbank
norisbank
10,85%

0€


EC0€

MasterCard0€
+ weltweit Bargeld für 0€ mit der MasterCard
+ Banking & Einzahlungen an Terminals der Deutschen Bank
+ Kostenlos ohne 'Wenn und Aber'
+ Direktbank mit Vorteilen einer Filialbank
Zur Bank
Postbank Konto
Postbank
10,55%

0€



Geldeingang 1000€
EC0€

Visa0€
+ Bargeld für 0€ mit der MaestroCard bei CashGroup AutomatenZur Bank
Wüstenrot Girokonto
Wüstenrot
10,87%

0€


EC0€

VisaClassic0€
oder
VisaPrepaid19€
+ Bargeld für 0€ mit der MaestroCard bei CashPool Automaten oder weltweit 24/Jahr für 0€ mit der VisaClassic/VisaPrepaid
+ auch für Minderjährige ab 7 Jahre
Zur Bank

Dispo einrichten oder erhöhen

Der Dispositionskredit ist von seiner Art her ein Rahmenkredit. Entsprechend der Voraussetzungen wird dem Kontoinhaber ein Kreditrahmen eingeräumt, den er ausschöpfen kann. Für die Inanspruchnahme des Kredits zahlt er Sollzinsen, die sich je nach Bank deutlich in der Höhe unterscheiden. Von 8 bis 16 Prozent Dispozinsen liegt die Spanne weit auseinander, weshalb Dispozinsen im Vergleich betrachten eine große Ersparnis bringen kann. Die geduldete Überziehung kostet sogar noch mehr. Davon wird gesprochen, wenn offiziell kein Dispokredit eingerichtet wurde und das Guthaben überzogen wird oder eine Überziehung der eigentlichen Kreditlinie erfolgt.

Um einen Dispokredit zu beantragen, müssen bestimmte Voraussetzungen durch den Antragsteller erfüllt sein. Dazu gehört die Volljährigkeit. Personen unter 18 Jahre erhalten keinen Kredit gleich welcher Art. Der Antragsteller muss regelmäßig und wiederkehrend Einkommen oder Gehalt beziehen, was auch die Grundlage für die maximale Höhe des Dispokredits ist. Die Bonität, also die Kreditwürdigkeit des Antragstellers, ist ein weiteres Kriterium. Diese wird im Rahmen einer Kontoeröffnung für ein Girokonto mit Dispo immer von den Banken abgefragt. Das Ergebnis, beispielsweise der Schufa-Abfrage, entscheidet darüber, ob die Bank einen Dispokredit einrichten wird. Liegt kein negativer Schufa-Eintrag vor und der Bonitäts-Score des Antragstellers zeigt sich zufriedenstellend, spricht in der Regel nichts gegen den Dispo. Auch wenn bereits andere Kredite in der Schufa vermerkt sind, so bedeutet dies nicht automatisch, dass kein weiterer Kredit aufgenommen werden kann. Ein Dispo trotz Kredit ist möglich, solange der Antragsteller seine Gläubiger ordnungsgemäß bedient und die Verhältnismäßigkeit von Einkommen, Ausgaben und Kredithöhe nicht gegen eine weitere Kreditaufnahme sprechen.

Die Dispohöhe orientiert sich am regelmäßigen Einkommen des Kontoinhabers und wird von der Bank meist individuell für den Kunden festgelegt. Als maximale Höhe für den Dispo finden sich oft Angaben wie drei Nettomonatsgehälter, wobei eine Pauschalisierung aber nicht möglich ist. Wer einen sehr hohen Nettoverdienst vorweisen kann, dem wird die Bank auch einen entsprechend hohen Dispokredit nicht unbedingt verweigern. Es kommt immer auf den Einzelfall an.

Bankkunden sind nicht dauerhaft an den einmal eingeräumten Disporahmen gebunden. Eine Herabsetzung des Dispolimits ist jederzeit möglich, wenn zuvor das Konto wieder ausgeglichen wurde. In der Regel genügt eine Mitteilung an die Bank und der neue, niedrigere Kreditrahmen wird schriftlich bestätigt. Wer den Dispokredit hochsetzen bzw. den Kreditrahmen erweitern möchte, der kann bei der entsprechenden Bank persönlich, telefonisch oder via E-Mail anfragen, ob dies zu realisieren ist. Allerdings müssen die Einkommensverhältnisse des Kontoinhabers eine Erhöhung auch zulassen. Zu beachten ist: Je höher der Disporahmen ausfällt, umso schwieriger kann sich der Ausgleich gestalten, wenn die Kreditsumme genutzt wird. Das wirkt sich wiederum auf die Dispozinsen aus.

Dispo Vergleich

Dispo Zinsen im Vergleich gegenüberzustellen, zeigt die besten Konditionen schnell auf. Natürlich sollten auch die übrigen Konditionen für das Konto den eigenen Bedürfnissen entsprechen, wenn es um das ideale Konto für den Einzelnen geht. Grundlage für die Dispozinsen sind generell die Leitzinsen am Kapitalmarkt, allerdings lassen sich die Banken diese Überziehung schon mal ordentlich bezahlen wie horrende Dispozinsen von bis zu 16% zeigen. Mit in die Waagschale für die Höhe der Zinsen legen die Banken Bonität und Einkommen des Kontoinhabers.

Der Dispozins ist variabel und damit jederzeit nach oben oder unten veränderlich. Ein durchschnittlicher Dispozinssatz wird nahezu jährlich neu von Verbraucher- und Finanzmagazinen ermittelt, weshalb diese Angaben immer Schwankungen unterworfen sind. Für Verbraucher, die sich den günstigsten Dispozins wünschen, kann 2016 ein Durchschnittszinssatz von 11% angegeben werden.

Dispokredit umschulden

Der Dispokredit ist als kurzfristiger Rahmenkredit gedacht, der möglichst schnell wieder ausgeglichen sein sollte. Nur dann lassen sich auch hohe Kosten vermeiden. Leider bleiben aber viele Kontoinhaber im Dispo dauerhaft und sogar über Jahre hängen, weil ein Ausgleich aufgrund von geänderten Einkommensverhältnissen oder gestiegenen Ausgaben kaum mehr möglich erscheint. In diese Dispofalle kann jeder rutschen. Ob man darin gefangen bleiben muss, ist eine andere Frage. Den Dispo mit einem Kredit ausgleichen, zeigt sich hier als erfahrungsgemäß beste Lösung, um aus dem finanziellen Teufelskreis der hohen Dispozinsen und dauerhaften Schulden herauszukommen. Es wird empfohlen, den Dispokredit in einen Ratenkredit umwandeln zu lassen. Dies kann bei der eigenen Bank oder aber bei einer anderen Bank durch eine Ablösung von statten gehen. Über die Höhe des Dispokredits nimmt der Kontoinhaber einen Ratenkredit mit günstigen Zinskonditionen und entsprechender Laufzeit auf. Der Dispokredit wird direkt abgelöst und sollte dann auch sinnvollerweise komplett aufgelöst werden, um einer erneuten Schuldenspirale vorzubeugen.

Dispo für verschiedene Zielgruppen und Kontoarten

Der Dispokredit wird für Arbeitnehmer, Angestellte, Beamte, Auszubildende und Lehrlinge, Studenten, Selbstständige, Rentner angeboten. Ein Azubi oder Student muss volljährig sein, um einen Kreditvertrag dieser Art abschließen zu können. Der Überziehungskredit ist prädestiniert für das Girokonto, mitunter kann er auch für ein Geschäftskonto eingerichtet werden, wobei hier der Kontokorrentkredit die Standard-Variante darstellt. Ist das private Girokonto als Gemeinschaftskonto mit mehreren Kontoinhabern angelegt, dann ist ein Dispokredit ebenfalls möglich, wobei die gesamtschuldnerische Haftung für alle Kontoinhaber gilt.

Dispo berechnen

Wie hoch die Kosten für den Dispokredit im Abrechnungszeitraum ausfallen, kann jeder mit einer einfachen Formel berechnen: Saldo (in Anspruch genommener Kreditbetrag) x Zinssatz x Dauer der Überziehung / 36000.

Ein Beispiel:

Der ausgewiesene Dispozins einer Bank beträgt 13,5% p.a., der Kontoinhaber nimmt 500 Euro Dispo in Anspruch und zahlt diese nach 15 Tagen wieder zurück.
Die Rechnung: 500 x 13,5 x 15 / 36000. Die Dispozinsen betragen dann 2,81 Euro.

Je nach Bank können sich Abweichungen in den zugrundgelegten Tagen eines Jahres (360/365 Tage) sowie den Monatstagen (30/31/28 Tage) ergeben. Dispozinsen im Vergleich zu betrachten, lohnt sich daher auch für die Berechnung der Gebühren schon im Vorfeld, denn so wird der Kostenvergleich noch realistischer.

Vorteile

Die Vorteile, die der Dispokredit bietet, liegen auf der Hand:

  • Überbrückung von finanziellen Engpässen
  • Leichte Verfügbarkeit
  • Nur für die in Anspruch genommene Summe werden Gebühren/Zinsen berechnet
  • Leichter erhältlich als andere Kredite
  • Disporahmen ist durch das monatliche Einkommen begrenzt

Nachteile

Den Vorteilen stehen auch Nachteile gegenüber:

  • Hohe Zinsen für die Überziehung/geduldete Überziehung
  • Gefahr, dauerhaft im Minus zu bleiben, Schulden
  • Sind die Voraussetzungen nicht mehr erfüllt, kann die Bank den Dispokredit sofort fristlos kündigen, der Kontoinhaber muss das Konto sofort ausgleichen

Der Dispokredit in schwierigen und besonderen „Fällen“

Die Grundvoraussetzungen für den Erhalt eines Dispokredits lauten: Volljährigkeit, regelmäßiges Einkommen und Bonität. Doch in der Praxis ist es differenzierter, wenn man sich die Art der Einkünfte und besondere Schuldenverhältnisse genauer anschaut.

Sozialleistungen wie Arbeitslosengeld I und II oder Elterngeld werden von den Banken nicht als Einkommen gewertet, da sie nicht pfändbar sind. Daher ist die Genehmigung eines Dispokredits im konkreten Einzelfall von weiteren Faktoren abhängig. Das betrifft zum Beispiel Personen in Elternzeit und Arbeitslose, wobei ein Dispokredit für Hartz 4 Empfänger in der Regel nicht vergeben wird. Problematisch kann es auch für Arbeitnehmer und Angestellte in der Probezeit sein, da hier noch nicht abzusehen ist, ob das Beschäftigungsverhältnis tatsächlich fortgesetzt wird und somit das monatliche Einkommen gesichert ist.

Wie sieht es mit einem Dispokredit nach Privatinsolvenz aus? Wer eine Privatinsolvenz durchgestanden hat, ist nach der Restschuldbefreiung zwar wieder schuldenfrei, doch für Banken noch längst nicht wieder kreditwürdig. Für Banken und Kreditinstitute kommt es in erster Linie darauf an, wie sich die Einkommenssituation gestaltet. In der Schufa bleibt der Vermerk über eine Privatinsolvenz bis zu drei Jahre nach der Restschuldbefreiung gespeichert, wenn auch mit dem Hinweis: „erledigt“. Das kann aber für die Banken dennoch ein Grund sein, einen Dispokredit abzulehnen. Ein Dispokredit ohne Schufa ist bei einigen wenigen Kreditinstituten möglich, wobei es hier jedoch aufgrund der höheren Kosten und Dispozinsen im Vergleich abzuwägen gilt.

Dispo oder Rahmenkredit

Von der Art her unterscheiden sich beide Kreditarten kaum, denn die Zinsen sind variabel, ein eingeräumter Kreditrahmen kann bis zur vollen Höhe ausgeschöpft werden, der Kredit ist nicht an feste Laufzeiten gebunden und prinzipiell gestaltet sich auch die Rückzahlung bei Dispokredit und Rahmenkredit flexibel. Der Unterschied liegt jedoch eindeutig in der Zinssatzhöhe, denn die Zinsen für den Rahmenkredit bewegen sich zwischen 6 und 8 % im Durchschnitt und liegen somit deutlich niedriger als für den Dispokredit. Dispozinsen im Vergleich und Rahmenkreditzinsen im Vergleich gegeneinander abzuwägen, kann daher lohnenswert sein.

Dispo oder Ratenkredit

Ob sich der Kunde für einen Dispokredit oder einen Ratenkredit entscheidet, hängt davon ab, ob er einerseits nur kurzfristig einen finanziellen Engpass überbrücken möchte und wie hoch die benötigte Kreditsumme ist. Da sich der Disporahmen in überschaubaren Grenzen hält und sich am monatlichen Regeleinkommen orientiert, ist er eher für geringe Summen gedacht. Die Rückzahlung sollte aufgrund der Dispozinsen schnell erfolgen. Ein Ratenkredit kann auf die verschiedensten Laufzeiten ausgelegt sein, von wenigen Monaten bis hin zu vielen Jahren. Auch die Ratenhöhe lässt sich individuell anpassen. Je länger die Laufzeit, desto niedriger die Monatsrate. Allerdings machen verschiedene Banken die Zinshöhe auch von der Bonität abhängig. Die Sollzinsen für den Ratenkredit sind fest, im Gegensatz zu den variablen Dispozinsen. Mit einem Ratenkredit kann ein bestehender Dispokredit auch umgeschuldet werden.

Dispokredit kündigen

Sowohl die Bank als auch der Kunde können den Dispokredit kündigen. Während sich der Kunde je nach Vereinbarung an Kündigungsfristen halten muss, hat die Bank das Recht, den Dispokredit jederzeit ohne Einhaltung von Fristen zu kündigen, wenn berechtigte Gründe vorliegen. Ist das Girokonto ausgeglichen, ist die Kündigung des Dispokredits von Seiten des Kontoinhabers kein Problem, oft kann dies auf schnellem Wege persönlich, telefonisch oder via E-Mail geregelt werden, wenn die Bank nicht auf besondere Formen besteht. Bei Gemeinschaftskonten ist für die Kündigung eines Dispokredits die Zustimmung aller Kontoinhaber notwendig.

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