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Geldanlage

Festverzinsliche Anleihen

Wer Geld braucht, leiht sich welches. Da auch Staaten, Banken oder Industrieunternehmen Geld benötigen, geben diese festverzinsliche Anleihen heraus. Eine festverzinsliche Anleihe ist das Versprechen, neben der zugesicherten Verzinsung auch das geliehene Kapital am Ende der Laufzeit zurückzuzahlen.

Staaten beispielsweise finanzieren mit festverzinslichen Anleihen ihre Defizite im Haushalt, Banken ihr Hypothekengeschäft und Industrieunternehmen möglicherweise anstehende Projekte. Daraus folgt, dass man mit Zeichnung oder kauf einer Anleihe keinen Anteil an Staat, Bank oder Unternehmen erwirbt, sondern lediglich als Gläubiger derselben auftritt.

Eine festverzinsliche Anleihe kann auch Schuldverschreibung, Obligation oder Pfandbrief heißen. Im internationalen Sprachgebrauch nennt man solche Papiere Bond.

Bekannte festverzinsliche Anleihen von Staaten sind zum Beispiel Obligationen des Bundes oder auch die beliebten Bundesschatzbriefe. Im Bankenbereich zählen die Pfandbriefe oder Schuldverschreibungen zu den bekannteren Papieren.

Der zu leistende Zins spiegelt dabei immer die vorherrschende Meinung über die Bonität des Emittenten wider. So müssen Industrieunternehmen aufgrund der höheren wirtschaftlichen Risiken einen höheren Zins zahlen. Je nach Risikoeinschätzung kann dabei der Zins von wenigen Zehntelprozent bis hinzu mehreren zig Prozent lauten. Das gilt allerdings auch für Staaten und Banken. Je schlechter deren Bonität eingeschätzt wird, um so höher wird der Zins.

In der Vergangenheit ist es bereits vorgekommen, dass Staaten zahlungsunfähig wurden und die laufenden Zinsleistungen nicht mehr erbringen konnten. So ist denn auch der Zinssatz ein guter Indikator für die allgemeine Einschätzung eines Unternehmens oder eines Staates. Gleichzeitig bedeutet das aber auch, dass selbst festverzinsliche Anleihen einem, wenn auch geringen, Ausfallrisiko unterliegen. Eine profunde Auseinandersetzung vor der Geldanlage ist daher unerlässlich.

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