Krankenversicherung

Die Krankenversicherung bildet einen wichtigen Baustein im sozialen System. Sie übernimmt die Kosten für Arztbehandlungen, Heilmittel und gesundheitsrelevante Maßnahmen.

Die Krankenversicherung gliedert sich in zwei Hauptbereiche. Die gesetzliche Krankenversicherung ist für Arbeitnehmer eine Pflichtversicherung, die private Krankenversicherung hingegen stellt eine Wahloption für Selbstständige, Studenten, Beamte und Arbeitnehmer mit einem höheren Einkommen dar.

Die gesetzliche Krankenversicherung und ihre Merkmale

Arbeitnehmer und Angestellte sind in einer gesetzlichen Krankenkasse pflichtversichert, sie haben jedoch die Option zur privaten Versicherung, wenn das Einkommen eine bestimmte Grenze übersteigt. In den meisten Fällen kann die gesetzliche Krankenkasse selbst gewählt werden, es gibt aber auch Arbeitgeber, z.B. öffentlicher Dienst, die dem Arbeitnehmer den Eintritt in eine bestimmte gesetzliche Krankenkasse empfehlen. Arbeitnehmer und Arbeitgeber teilen sich den monatlichen Beitrag. Der Arbeitnehmer-Anteil wird vom Bruttolohn oder –Gehalt abgezogen. Familienmitglieder und Ehepartner sind meistens über den Hauptversicherten mitversichert. Die Versicherung in der gesetzlichen Krankenkasse ist auch für Arbeitslose, Bezieher von anderen Entgeltersatzleistungen und Rentner Pflicht. Grundlage für die Berechnung des Krankenkassenbeitrags ist das Einkommen des Versicherten. Die gesetzliche Versicherung übernimmt dabei so genannte Basisleistungen, wie die Behandlung durch Ärzte und Fachärzte, Rehabilitationsmaßnahmen, die Übernahme der Kosten für notwendige Heilmittel. Je nach Krankenkasse, werden auch Vorsorgemaßnahmen für die Versicherten kostenfrei angeboten. Gesetzlich Versicherte können über die Basisleistungen hinaus, weitere Zusatzleistungen und Wahltarife beantragen, wodurch sich allerdings der Beitrag erhöht.

Die private Krankenversicherung für ein Plus an Leistungen

Die private Krankenversicherung ist eine Errungenschaft der letzten Jahrzehnte und bietet dem Versicherten, je nach Tarif, besonders viele Möglichkeiten der gesundheitlichen Absicherung. Viele Kosten, die von der gesetzlichen Versicherung nicht übernommen werden, gehören in der Privatversicherung zum Leistungsumfang dazu. Beispiele sind Zahnersatz, Kosten für Heilpraktiker-Behandlungen, Chefarztbehandlung, Einbettzimmer bei Krankenhausaufenthalt. Die private Versicherung gegen Krankheit können Selbstständige, Beamte und Studenten ohne Einkommensvoraussetzungen nutzen, bei Arbeitnehmern und Angestellten ist ein Mindesteinkommen der letzten 12 Monate von 50.850 Euro brutto nachzuweisen, damit die private Versicherung möglich ist, ansonsten ist die gesetzliche Versicherung Pflicht.

Die gesetzliche Krankenversicherung um Krankenzusatzversicherungen erweitern

Gesetzlich Versicherte können durch private Krankenzusatzversicherungen, die von Versicherungsgesellschaften angeboten werden, mehr Flexibilität bei der Kostenübernahme für gesundheitliche Maßnahmen erreichen. Die Übernahme von Kosten für Sehhilfen oder Zahnersatz und für eine Vielzahl von weiteren Behandlungen lässt sich so absichern. Die Aufnahme erfordert bei vielen Anbietern der Zusatzversicherung die Beantwortung von Gesundheitsfragen, um einen akuten Versicherungsfall auszuschließen. Auch Wartezeiten sind bei den Zusatzversicherungen einzuhalten und es finden sich oftmals Begrenzungen, was die Versicherungssumme, die Art der Behandlungen und Materialien betrifft.