Rechtsschutzversicherung

Die Rechtsschutzversicherung verhindert teure Anwalts- und Prozesskosten. Doch es gibt nicht nur die eine, vielmehr sind solche Versicherungen oft in die Rechtsbereiche aufgeteilt.

Ein Rechtsstreit ist eine langwierige, unangenehme und teure Angelegenheit, denn die Anwaltshonorare sind nicht gerade gering. Geht ein Prozess durch mehrere Instanzen, dann leert sich das eigene Konto ziemlich schnell. Jeder von uns kann in die Lage kommen, dass er einen Rechtsbeistand benötigt. Eine Rechtsschutzversicherung übernimmt die Anwaltskosten und trägt weitere Kosten, die durch den Rechtsstreit entstehen können.

Ein Allround-Paket oder lieber einzelne Rechtsschutzversicherungen?

So vielfältig, wie das Leben, so zahlreich sind auch die Rechtsbereiche. Arbeitsrecht, Familienrecht, Erbrecht, Vertragsrecht, Mietrecht zählen zu den am meisten in Anspruch genommenen Rechtsgebieten. In der Versicherungspraxis kann sich eine Rechtsschutzversicherung aus den Teilbereichen Privatrechtsschutz, Berufsrechtsschutz, Eigentum- und Mietrechtsschutz sowie Verkehrsrechtsschutz zusammensetzen. Der Versicherungsnehmer kann sich für einen Bereich entscheiden oder sich ein Paket schnüren lassen, bei dem die Rechtsschutzversicherung mehrere Rechtsbereiche beinhaltet. Das stellt aber den Versicherten oft vor eine schwierige Frage, denn rechtlich gesehen, ist alles möglich. Plötzlich sieht man sich einem Erbstreit ausgesetzt, hat aber nur den Privatrechtsschutz und den Berufsrechtsschutz in seinem Vertrag abgedeckt. Um auf der sicheren Seite zu sein und in jedem Rechtsfall die Kosten niedrig zu halten, empfiehlt sich daher eine Rechtschutzversicherung, die alle relevanten Bereiche einschließt.

Schutz für den Versicherten und seine Familie

Eine Rechtsschutzversicherung kann für Einzelpersonen, aber auch für die Familie mit Kindern oder Paare abgeschlossen werden. Für Kinder gilt hierbei in der Regel, dass sie unter 18 Jahre sind oder sich in einer Ausbildung befinden und im Haushalt der Eltern leben. Die Versicherungsprämie einer Rechtsschutzversicherung richtet sich immer nach den Leistungen und den Konditionen der jeweiligen Anbieter. Die Unterschiede werden durch einen Tarifvergleich schnell deutlich. Mitunter lassen sich für das gleiche Leistungspaket durch einen günstigen Anbieter etliche Kosten einsparen.

Besonderheiten der Rechtsschutzversicherung

In der Praxis wird in die Rechtsschutzversicherung mit und ohne Wartezeit unterschieden. Mit Wartezeit bedeutet, dass erst über einen gewissen Zeitraum Beitragszahlungen erfolgen, bevor zum ersten Mal eine Versicherungsleistung in Anspruch genommen werden kann. Die Rechtsschutzversicherung ohne Wartezeit ist besonders dann gefragt, wenn schnelle finanzielle Hilfe benötigt wird und die Versicherung erst kurz zuvor abgeschlossen wurde. Für den Bereich Verkehrsrechtsschutz fallen keine Wartezeiten an. Grundsätzlich kommt es hier auf die Konditionen der Versicherer an, ob Wartezeiten für andere Teilbereiche zu berücksichtigen sind. Eine Ausnahme stellt der Wechsel zu einer anderen Versicherungsgesellschaft dar, wenn der neue Vertrag die gleichen Risiken absichert, wie die letzte Rechtsschutzversicherung und die Versicherungsverhältnisse nahtlos ineinander übergehen.