Schadensfreiheitsklasse

SchadensfreiheitsklasseGrundsätzlich gilt, die Schadensfreiheitsklasse ist der Schlüssel für die Einstufung der Versicherungsprämie und nicht diskussionsfähig.
Grundlage ist die Dauer der Vorversicherungszeit beziehungsweise eingeschränkt die tatsächliche Fahrdauer. Mancher Nutzer eines Firmenfahrzeuges hat bei der Anschaffung eines eigenen PKW ein böses Erwachen erlebt.

Fahranfänger trifft es besonders

Fahranfänger, die nicht die Möglichkeit der Zweitwagenregelung über die Eltern oder Geschwister haben, sind besonders betroffen. Dabei ist es unabhängig, wie alt sie sind, sie werden mit einer extrem hohen SF-Klasse zuerst einmal „bestraft“. Wie lange es dauert, bis man in bezahlbare Bereiche vordringt, wird an der Anzahl der SF-Klassen deutlich. Eine Schadensfreiheitsklasse 30 bedeutet, dass 30 Jahre unfallfreies Fahren vergangen sein müssen. Wer als Anfänger das Glück hat, sein erstes Auto als Zweitwagen einstufen zu können, beginnt zumindest schon einmal mit der SF 2, 85 Prozent, und nicht mit 140 Prozent der Basisprämie. Besonders bitter ist die Rückstufung in der SF-Klasse nach einem verschuldeten Unfall. Es dauert einige Jahre, bis man wieder auf den alten Stand vorgerückt ist. Aus diesem Grund sind SF-Klassenberechnungen nach einem Unfall sinnvoll. Hier wird die Schadenhöhe dem Mehrbeitrag auf Grund der Rückstufung gegenüber gestellt. Als Versicherungsnehmer sieht man so, ob es sinnvoll sein kann, den Schaden selbst zu begleichen.

KFZ Versicherung

Rabattretter sind eine Option

Die Versicherungswirtschaft wird nicht müde, sich neue Varianten einfallen zu lassen, um Kunden zu binden. Eine dieser Optionen ist der Rabattretter. Gegen einen Aufpreis auf die zu Grunde liegende Versicherungsprämie, in der Regel zwischen zehn und 20 Prozent, hat der Versicherungsnehmer, je nach Unternehmen, pro Jahr einen oder zwei Unfälle „frei“. Die Vergangenheit hat jedoch gezeigt, dass es auch Gesellschaften gibt, welche den Vertrag nach dem ersten Unfall bereits gekündigt haben. Die Schadensfreiheitsklasse bestimmt in der Regel die Prämie für die Autoversicherung. Der Preiskrieg im KFZ-Bereich und der Kampf um den Kunden zeigen jedoch, dass die SF-Klasse zwar ein Anhaltspunkt ist, die tatsächlich zu entrichtende Prämie jedoch durchaus auch Verhandlungssache sein kann. Wer seine Autoversicherung mit dem Hinweis auf günstigere Mitbewerber kündigt, erhält häufig ein Gegenangebot, welches zwar die gleich SF-Klasse zu Grunde legt, aber in keinem Tarifwerk mehr nachzulesen ist.

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