Zahnzusatzversicherung

Eine Zahnzusatzversicherung ist für die Zähne Gold wert. Der Eigenanteil, den gesetzlich Versicherte bei bestimmten Zahnbehandlungen, Zahnersatz, Implantaten oder Inlays zu leisten haben, bewegt sich meistens im dreistelligen Bereich und höher.

Wichtige Maßnahmen, um die Zähne zu sanieren und gesund zu erhalten, können vielfach nicht durchgeführt werden, da der Eigenanteil, den die Patienten zu zahlen haben, sich in Dimensionen bewegt, der schon mehrere Monatsgehälter verschlingt. Das wiederum hat insgesamt negative Auswirkungen auf die Zahnerhaltung und auch die Psyche leidet darunter.

Was eine Zahnzusatzversicherung leisten kann

Die gesetzliche Krankenversicherung übernimmt nur einen gewissen Prozentsatz für Zahnersatz, wie Brücken, Kronen oder Inlays. Implantate werden nur dann bezuschusst, wenn der Zahnstand oder die medizinische Maßnahme keine andere Möglichkeit zulassen, die Beantragung ist schwierig und zeitintensiv. Schon für die gesundheitsorientierte Füllung aus Keramik zahlt der Kassenpatient dazu. Auch die Prophylaxe durch die professionelle Zahnreinigung wird vom Patienten komplett aus der eigenen Tasche bezahlt. Mit einer privaten Zahnzusatzversicherung lassen sich die nicht unerheblichen Kosten reduzieren oder sogar einsparen. Besonders bei kostenintensiven kieferorthopädischen Behandlungen wird der Patient im Falle eines Falles entlastet.

Wer wird versichert und welche Voraussetzungen sind zu erfüllen?

Ein rundum zu erneuerndes Gebiss ist keine Eintrittskarte in die private Zahnzusatzversicherung. Denn, entgegen der landläufigen Meinung, dass es sich lohnt, eine solche Versicherung dann abzuschließen, wenn besonders aufwendige Zahnersatzbehandlungen in absehbarer Zeit auf einen zukommen, werden Patienten, denen zahnärztliche oder kieferorthopädische Behandlungen bevorstehen, nicht versichert. Die Zahnzusatzversicherung ist eine Investition in die Zukunft. Die Versicherungen verlangen hierfür oft das Zahnbild des Patienten, um sich abzusichern. Versicherte in der gesetzlichen Krankenkasse können diese Zusatzversicherung bei einem Versicherungsunternehmen abschließen und zahlen so, je nach Tarif und Leistungen, bei Zahnersatz oder Implantaten einen wesentlich geringeren Eigenanteil oder überhaupt nichts. Ein Vergleich der Versicherungstarife lohnt sich, denn die Auswahl ist groß. Der Tarif sollte individuell zugeschnitten sein und keine Leistungen beinhalten, die der Versicherte nicht benötigt.

Zahnzusatzversicherungen mit Wartezeit und Begrenzungen

In der Regel besteht eine Wartezeit von mehreren Monaten, bis die Versicherung zum ersten Mal Leistungen erbringt. Unterschieden wird hier in die allgemeine und besondere Wartezeit. Die allgemeine Wartzeit bezieht sich auf Zahnbehandlungen und Zahnreinigung und beträgt drei Monate, die besondere Wartezeit wird bei Zahnersatz und kieferorthopädischen Maßnahmen auf 8 Monate begrenzt. Es finden sich auch Anbieter von Zahnzusatzversicherungen, bei denen die allgemeine Wartezeit z.B. für die professionelle Zahnreinigung entfällt. Die Summenbegrenzung für ein Jahr ist ebenfalls zu beachten, wenn es um die zusätzliche Versicherung geht. Demnach wird nur ein bestimmter Betrag für Behandlungen oder Zahnersatz innerhalb des Jahres zur Verfügung gestellt. Auch bezüglich Zahnersatzformen und Materialien kann es bei der Zahnzusatzversicherung Begrenzungen geben.