Wer Aktien kauft und verkauft, zahlt bei vielen Banken für jede Order 10 € oder mehr. Das muss nicht sein. Ein gutes Depot für den Handel kostet keine Depotgebühr, verlangt keine oder nur eine kleine Ordergebühr und lässt dich an vielen Börsen handeln. Hier zeige ich dir, welches Depot ich dafür empfehle und was eine Order dort wirklich kostet.
Meine Depot-Empfehlung Oktober 2026

Traders Place Depot
- Depotgebühr0 €
- Sparpläneüber 2.300 ETFs und 8.000 Aktien kostenlos, ab 1 € Sparrate
- Handelsplätzeüber 40, alle deutschen und über 20 ausländische Börsen
- Ordergebühr0 € ab 500 € über gettex, darunter 0,95 €
- Guthabenzins2 % auf dem Zinskonto (ab 5.000 €)
- Besonderheitenechte Kryptos
🎁 60 € Bonus
Hinweis: Zur Ordergebühr können je nach Handelsplatz Spreads oder Börsengebühren kommen. Weitere Depots, auch von Direktbanken wie ING und comdirect, findest du im Depot-Vergleich.
Warum ich Traders Place für den Handel empfehle
Für den Handel mit Aktien zählen andere Dinge als für einen Sparplan. Du willst günstig kaufen und verkaufen, an der richtigen Börse handeln und auch mal eine Aktie aus dem Ausland bekommen. Traders Place ist hier aus meiner Sicht das beste Gesamtpaket.
1. 0 € Ordergebühr. Über gettex und im Direkthandel zahlst du ab 500 € Kurswert keine Ordergebühr. Das gilt für Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen. Bei kleineren Orders fallen 0,95 € an.
2. Über 40 Börsenplätze weltweit. Du handelst an allen deutschen Börsen, auch auf Xetra, Tradegate und bei Lang & Schwarz. Dazu kommen über 20 Börsen im Ausland, zum Beispiel in den USA, Kanada, Großbritannien, der Schweiz, Japan und Hongkong. Viele Neobroker bieten nur einen einzigen Handelsplatz.
3. Günstig direkt an Auslandsbörsen. Eine Order direkt an der NYSE oder Nasdaq kostet bei Traders Place insgesamt rund 7 €, auch bei großen Beträgen. Bei der ING zahlst du für 1.000 € schon 22,30 €. Viele Neobroker bieten Auslandsbörsen gar nicht an. Große US-Aktien kaufst du bei Traders Place ohnehin über gettex, ab 500 € ohne Ordergebühr.
4. Derivate ohne Ordergebühr. Zertifikate und Optionsscheine von BNP Paribas, Morgan Stanley, Société Générale und Vontobel handelst du ab 500 € ohne Ordergebühr. Bei UBS kostet die Order 1 €.
5. Limits kostenlos. Ein Limit einrichten, ändern oder streichen kostet nichts. So kannst du in Ruhe deinen Wunschkurs festlegen, ohne für jede Änderung zu zahlen.
Dazu kommt: Das Depot liegt bei einer Bank in Deutschland. Die Abgeltungsteuer wird automatisch abgeführt, du stellst einen Freistellungsauftrag und bekommst jedes Jahr eine Steuerbescheinigung. Auch Finanztip und Finanzfluss sehen Traders Place in ihren aktuellen Depot-Tests vorn.
Was eine Order bei Traders Place kostet
So viel zahlst du je Order für Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen. An den Börsen kommen teilweise noch Börsenentgelte dazu.
| Handelsplatz | Ordergebühr |
|---|---|
| gettex und Direkthandel | 0 € ab 500 €, darunter 0,95 € |
| Tradegate | 5,00 € |
| Lang & Schwarz Exchange | 6,00 € |
| Xetra | 2 € plus 0,01 %, mindestens 3 € (also ab 5 €), plus Börsenentgelt |
| Andere deutsche Börsen | 5,50 € plus Börsenentgelt |
| USA (NYSE, Nasdaq) | 3 € plus 0,015 %, mindestens 4,25 US-Dollar |
| Großbritannien, Schweiz | 3 € plus 0,025 %, mit Mindestbetrag |
| Andere Auslandsbörsen | meist 3 € plus 0,1 %, mit Mindestbetrag |
Beispiel US-Aktie: Du kaufst für 1.000 € oder 5.000 € eine Aktie direkt an der NYSE. So viel kostet die Order bei Traders Place und zum Vergleich bei der ING, einer der größten Direktbanken:
| Ordervolumen | Traders Place | ING |
|---|---|---|
| 1.000 € | rund 7 € | 22,30 € |
| 5.000 € | rund 7 € | 32,30 € |
Für Derivate gilt: Bei den Partnern BNP Paribas, Morgan Stanley, Société Générale und Vontobel kostet die Order ab 500 € nichts, darunter 2,95 €. Bei anderen Emittenten zahlst du 5,50 €.
Wird deine Order in mehreren Teilen ausgeführt, berechnet Traders Place die Gebühr für jeden Teil. Über gettex ab 500 € je Teil spielt das keine Rolle. An Börsen mit fester Gebühr kann eine Teilausführung aber teurer werden. Ein Limit hilft, das zu vermeiden.
Welcher Handelsplatz für welche Aktie?
- gettex: Für große deutsche und internationale Aktien sowie ETFs fast immer die beste Wahl. Du zahlst ab 500 € keine Ordergebühr und kannst von 7:30 bis 23 Uhr handeln.
- Xetra: Die größte deutsche Börse. Sinnvoll bei kleineren Werten, die auf gettex nur selten gehandelt werden, oder bei sehr großen Orders. Hier ist der Spread oft am kleinsten.
- Tradegate und Lang & Schwarz: Gute Ausweichplätze mit langen Handelszeiten, wenn eine Aktie auf gettex nicht oder nur mit großem Spread angeboten wird.
- Auslandsbörse: Für Aktien, die in Deutschland kaum gehandelt werden, zum Beispiel kleinere Werte aus den USA, Kanada oder Skandinavien. An der Heimatbörse ist das Angebot am größten. Beim Kauf in Fremdwährung kommt der Währungstausch dazu.
Ordertypen: so kaufst du zum richtigen Preis
Bei jeder Order legst du fest, zu welchem Preis sie ausgeführt werden darf. Diese Ordertypen solltest du kennen:
- Market-Order (Bestens/Billigst): Die Order wird sofort zum nächsten Kurs ausgeführt. Einfach, aber bei schwankenden Kursen oder kleinen Werten kann der Preis überraschen.
- Limit-Order: Du legst einen Höchstpreis beim Kauf oder einen Mindestpreis beim Verkauf fest. Die Order wird nur zu diesem Kurs oder besser ausgeführt. Für die meisten Käufe ist das die sichere Wahl.
- Stop-Loss: Fällt der Kurs unter eine Grenze, wird die Aktie automatisch verkauft. So begrenzt du Verluste. Achtung: Bei starken Kursrutschen kann der Verkaufspreis deutlich unter deiner Grenze liegen.
- Stop-Limit: Wie Stop-Loss, aber mit einem Mindestpreis. Die Aktie wird nicht unter diesem Preis verkauft. Dafür kann es sein, dass sie gar nicht verkauft wird.
Der Spread: die versteckten Kosten beim Handel
Auch wenn eine Order 0 € kostet, ist sie nicht ganz kostenlos. Zwischen Kauf- und Verkaufskurs liegt immer ein kleiner Unterschied, der Spread. Bei großen Aktien wie Apple oder Siemens ist er winzig. Bei kleinen Werten oder außerhalb der Hauptbörsenzeiten kann er deutlich größer sein.
Mein Tipp: Schau vor dem Kauf auf Geld- und Briefkurs. Ist der Abstand groß, handle lieber zu den Zeiten, in denen auch Xetra oder die Heimatbörse geöffnet hat. Und nutze bei kleinen Werten immer ein Limit.
Du willst vor allem ETFs besparen?
Dann gelten etwas andere Regeln. Wichtig sind vor allem kostenlose Sparpläne und eine kleine Mindestrate. Was dabei zählt, erkläre ich in meiner ETF-Depot-Empfehlung. Hast du schon ein teures Depot, kannst du deine Aktien kostenlos übertragen lassen. Wie das geht, steht in Depot umziehen.
Mein Fazit
Für den Aktienhandel würde ich Traders Place nehmen. Über gettex zahlst du ab 500 € keine Ordergebühr, du hast über 40 Börsenplätze weltweit und auch Auslandsorders sind günstig. Limits einrichten und ändern kostet nichts. Das Depot wächst mit, auch wenn du später mehr handelst.
Häufige Fragen
Welches Depot ist empfehlenswert?
Für den Handel mit Aktien empfehle ich Traders Place. Über gettex zahlst du ab 500 € keine Ordergebühr, du hast über 40 Börsenplätze weltweit und die Depotführung ist kostenlos.
Was kostet eine Aktienorder bei Traders Place?
Über gettex und im Direkthandel nichts, wenn die Order mindestens 500 € groß ist. Darunter zahlst du 0,95 €. An anderen Börsen kostet die Order zwischen 5 € und 6 € plus Börsenentgelt, an Auslandsbörsen meist 3 € plus einen kleinen Prozentsatz.
Kann ich bei Traders Place US-Aktien kaufen?
Ja. Große US-Aktien bekommst du günstig über gettex in Euro. Kleinere Werte kaufst du direkt an der NYSE oder Nasdaq. Das kostet insgesamt rund 7 € je Order.
Wann kann ich Aktien handeln?
Über gettex an Börsentagen von 7:30 bis 23 Uhr. Xetra hat kürzere Handelszeiten. An Auslandsbörsen gelten die Zeiten vor Ort.
Was ist besser: Market-Order oder Limit?
Für die meisten Käufe ein Limit. Dann weißt du vorher, welchen Preis du höchstens zahlst. Bei Traders Place kostet das Einrichten und Ändern eines Limits nichts.
Sind meine Aktien bei einer Pleite des Brokers sicher?
Ja. Aktien, ETFs und Fonds sind Sondervermögen. Sie gehören dir und werden bei einer Pleite auf ein anderes Depot übertragen. Bargeld auf dem Verrechnungskonto ist über die Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt.