Geldanlage

Wertpapierdepot Vergleich

Depots im Vergleich: Hier findest du die Broker, die ich gerade für die besten halte – mit Depotgebühr, Ordergebühr, Sparplänen, Handelsplätzen und Zinsen auf einen Blick.

von Sten15.10.20265 Min. Lesezeit

Ein Depot muss heute nichts mehr kosten – und eine Aktie oder ein ETF kauft sich für wenige Euro. Trotzdem zahlen viele bei ihrer Hausbank noch Depotgebühren und zweistellige Beträge für jede Order. Über die Jahre ist das richtig viel Geld, das deiner Rendite fehlt.

Ich vergleiche die Depots regelmäßig und zeige dir hier meine aktuelle Auswahl – vom günstigen Neobroker bis zum Depot bei einer großen Direktbank.

Meine Depot-Empfehlungen Oktober 2026

  • Depotgebühr0 €
  • Ordergebühr0 € ab 500 € über gettex, darunter 0,95 €
  • Sparpläneüber 2.300 ETFs und 8.000 Aktien kostenlos, ab 1 €
  • Handelsplätzeüber 40, alle deutschen und über 20 ausländische Börsen
  • Guthabenzins2 % auf dem Zinskonto (ab 5.000 €)
  • Besonderheitenechte Kryptos · Depot bei der Baader Bank

🎁 60 € Bonus

  • Depotgebühr0 €
  • Ordergebühr1 € (Bestpreis), 2 € bei eigener Börsenwahl
  • SparpläneAktien, ETFs und Krypto kostenlos, ab 1 €
  • Handelsplätzerund 30 Börsen mit automatischem Bestpreis
  • Guthabenzins2,50 %
  • BesonderheitenVollbank mit kostenloser Visa-Karte · 1 % Saveback
  • Depotgebühr0 € (FREE), PRIME+ 4,99 €/Monat
  • OrdergebührFREE 0,99 €, PRIME+ 0 € ab 250 €
  • Sparplänekostenlos, ab 1 €
  • Handelsplätzegettex, Xetra, European Investor Exchange
  • Guthabenzins2,60 % (Tagesgeld)
  • Depotgebühr0 €
  • Ordergebühr0 € ab 500 €, darunter 1 €
  • Sparpläneüber 10.000 Aktien und ETFs kostenlos, ab 1 €
  • Handelsplätzegettex (7:30 bis 23 Uhr)
  • Besonderheitenechte Kryptos
  • Depotgebühr0 €
  • Ordergebühr0 € ab 500 € über gettex, darunter 1 €, andere Börsen ab 4 €
  • Sparpläneüber 10.800 Sparpläne kostenlos
  • Handelsplätze30 im In- und Ausland
  • Guthabenzins2,25 % auf dem Zinskonto (bis 100.000 €)
  • Besonderheitenechte Kryptos · Depot bei der Baader Bank
  • Depotgebühr0 €
  • OrdergebührNeukunden 12 Monate 0,95 € über Tradegate, danach 4,95 € + 0,25 % (mind. 9,95 €)
  • Sparplänealle ETF-Sparpläne kostenlos
  • Handelsplätzealle wichtigen deutschen und internationalen Börsen
  • BesonderheitenGirokonto mit kostenloser Kreditkarte
  • Depotgebühr0 €
  • Ordergebühr4,90 € + 0,25 % (max. 69,90 €), im Direkthandel ohne Börsengebühr
  • Sparpläneüber 1.100 ETFs kostenlos, ab 1 €
  • HandelsplätzeDirekthandel, deutsche und ausländische Börsen
  • Besonderheiten18 bis 27 Jahre: 1,90 € je Order (Direkt-Depot Young)

🎁 25 € Prämie

Alle Details →

  • Depotgebühr0 €
  • OrdergebührNeukunden 3 Jahre 3,90 €, danach 4,90 € + 0,25 % (mind. 9,90 €)
  • Sparpläneab 1 €, 1,5 % je Ausführung (ETF-Specials günstiger)
  • Handelsplätzedeutsche Börsen, 14 Auslandsmärkte, LiveTrading

🎁 150 € Prämie

  • Depotgebühr0 €
  • Ordergebühr10 € bis 5.000 €, viele ETFs ab 500 € kostenlos
  • Sparpläne1,50 € je Ausführung, über 500 ETFs kostenlos
  • Handelsplätzealle deutschen und viele ausländische Börsen
  • BesonderheitenVollbank mit Girokonto

Hinweis: Zu den Ordergebühren können je nach Handelsplatz Spreads oder Börsengebühren kommen. Dieser Vergleich ist keine vollständige Marktübersicht. Die Reihenfolge entspricht meiner persönlichen Einschätzung nach den Punkten im nächsten Abschnitt.

Worauf ich bei einem Depot achte

Diese fünf Punkte stehen auch in jeder Karte oben – in genau dieser Reihenfolge:

1. Depotgebühr. Für das Verwahren deiner Wertpapiere solltest du nichts bezahlen. Achte darauf, dass das Depot dauerhaft kostenlos ist – und nicht nur, solange du eine Mindestzahl an Orders machst oder ein Girokonto bei der Bank hast.

2. Ordergebühr. Das ist der Betrag, den du bei jedem Kauf und Verkauf zahlst. Neobroker verlangen oft nur einen Euro oder gar nichts, klassische Banken eine feste Gebühr plus einen Prozentsatz. Wichtig: Der günstige Preis gilt meist nur an einem bestimmten Handelsplatz und manchmal erst ab einer Mindestsumme.

3. Sparpläne. Für die meisten ist ein ETF-Sparplan der einfachste Weg, Vermögen aufzubauen. Schau, wie viele ETFs du kostenlos besparen kannst, ab welcher Rate es losgeht und ob es auch Sparpläne auf Aktien gibt.

4. Handelsplätze. Neobroker handeln oft nur über eine einzige Börse oder einen Partner. Das reicht für ETFs und große Aktien völlig. Wer auch kleine Werte oder ausländische Aktien kaufen will, braucht mehr Auswahl – zum Beispiel Xetra oder ausländische Börsen.

5. Guthabenzins. Geld, das gerade nicht investiert ist, liegt auf dem Verrechnungskonto. Einige Broker zahlen darauf Zinsen – oft nur bis zu einer Obergrenze oder mit einem bestimmten Tarif. Das ist ein netter Bonus, aber kein Grund für die Wahl des Depots.

Und dann gibt es noch die Prämie: Viele Broker zahlen dir zur Eröffnung oder beim Depotwechsel einen Bonus. Den nehme ich gern mit, aber er sollte nie der einzige Grund sein – ein Depot behältst du oft Jahrzehnte. Die aktuelle Prämie siehst du direkt in der Karte.

Welches Depot passt zu dir?

  • Du willst nur einen ETF-Sparplan: Dann zählen kostenlose Sparpläne und eine niedrige Mindestrate. Ein Neobroker reicht dafür völlig. → ETF-Depot-Empfehlung
  • Du kaufst öfter Einzelaktien: Achte auf niedrige Ordergebühren und darauf, dass deine Aktien am günstigen Handelsplatz überhaupt angeboten werden. → Ordergebühren im Vergleich
  • Du willst alles bei einer Bank: Girokonto, Tagesgeld und Depot unter einem Dach gibt es bei den großen Direktbanken – meist etwas teurer pro Order, dafür mit mehr Börsenplätzen und Service.
  • Du suchst ein Depot für dein Kind: → Junior-Depot-Vergleich

Neobroker oder Direktbank?

Neobroker wie Trade Republic oder Scalable Capital haben das Investieren richtig günstig gemacht. Sie verdienen vor allem an Zinsen auf das Kundengeld, an Spreads und an Zusatzangeboten, deshalb kostet die einzelne Order fast nichts. Der Preis dafür: weniger Börsenplätze, weniger Service und alles läuft über die App.

Direktbanken wie ING, comdirect oder Consorsbank sind teurer pro Order, bieten dafür aber mehr Handelsplätze, ein Girokonto aus derselben Hand und oft regelmäßige Aktionen mit Gratis-Orders oder Prämien. Für einen reinen Sparplan sind beide Wege gut – entscheidend ist, dass du überhaupt anfängst.

Ist mein Geld im Depot sicher?

Ja. Deine Aktien, ETFs und Fonds gehören dir, nicht dem Broker. Sie gelten als Sondervermögen und sind im Fall einer Pleite vom Vermögen des Brokers getrennt. Du bekommst sie einfach übertragen.

Anders ist es beim Bargeld auf dem Verrechnungskonto: Das ist wie bei jedem Bankkonto durch die gesetzliche Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt. Bei manchen Neobrokern liegt das Geld bei Partnerbanken oder in Geldmarktfonds – das steht in den Bedingungen des jeweiligen Anbieters.

Depot eröffnen und wechseln

Ein Depot eröffnest du online in etwa zehn Minuten. Du brauchst deinen Ausweis für die Video- oder App-Legitimation, deine Steuer-ID und ein Girokonto als Referenzkonto. Eine Schufa-Abfrage gibt es bei den meisten Depots nicht.

Hast du schon ein teures Depot, musst du deine Wertpapiere nicht verkaufen: Du lässt sie einfach kostenlos zum neuen Broker übertragen. Den Antrag stellst du beim neuen Anbieter. Mein Tipp: Vergiss nicht, beim neuen Depot einen Freistellungsauftrag einzurichten – sonst zahlst du Steuern, die du dir sparen kannst. → So ziehst du dein Depot um

Häufige Fragen

Welches Depot ist das beste?

Das hängt davon ab, wie du anlegst. Für einen ETF-Sparplan ist ein kostenloser Neobroker meist die beste Wahl, wer viel mit Einzelaktien handelt, achtet auf Ordergebühren und Handelsplätze. Meine aktuelle Auswahl steht oben in den Karten.

Was ist ein Spread?

Der Spread ist der Unterschied zwischen Kauf- und Verkaufskurs. Auch wenn ein Broker keine Ordergebühr verlangt, zahlst du über den Spread indirekt etwas. Bei großen ETFs und Aktien ist er sehr klein, bei Nebenwerten kann er deutlich größer sein.

Kann ich mehrere Depots haben?

Ja, das ist erlaubt und oft sinnvoll – zum Beispiel ein Neobroker für den Sparplan und eine Direktbank für Einzelaktien. Achte nur darauf, deinen Sparerpauschbetrag über Freistellungsaufträge auf die Depots aufzuteilen.

Was passiert mit meinen Aktien, wenn der Broker pleitegeht?

Deine Wertpapiere sind Sondervermögen und gehören dir. Sie werden zu einem anderen Depot übertragen. Bargeld auf dem Verrechnungskonto ist über die Einlagensicherung bis 100.000 € geschützt.

Ab wann lohnt sich ein Depot?

Schon ab kleinen Beträgen: Viele Sparpläne starten bei 1 € bis 25 € im Monat. Wichtig ist, dass du vorher einen Notgroschen auf dem Tagesgeldkonto hast und das Geld im Depot länger liegen lassen kannst. → Aktien kaufen für Anfänger

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