Smartbroker Depot

Wie gut ist das Smartbroker Depot? Kann man wirklich für 0 Euro Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen handeln?

Was sind die Vorteile und Nachteile? Und wie kann sich ein Broker finanzieren, der den Handel für 0 Euro verspricht?

Diese und weitere Fragen beantworten wir in diesem Artikel.

Hinter Smartbroker steht das bekannte Finanzportal wallstreet:online, das gemeinsam mit wallstreet:capital Ende 2019 mit dem Online-Broker an den Start gegangen ist.

Die Vorteile & Nachteile des Smartbroker Depots

Die Vorteile:

Die Nachteile:

Vorteile beim Smartbroker Depot

1. Du zahlst keine Depotgebühren

Dein Depot bei Smartbroker ist dauerhaft kostenlos, Du bezahlst also keine Depotführungsgebühren.

Für das Verrechnungskonto kann allerdings ein Verwahrentgelt anfallen. Wann das der Fall ist, wie hoch es ist und wie Du es ganz leicht vermeiden kannst, dazu kommen wir gleich.

2. Handeln ist ab 0 Euro möglich

Aktien, ETFs, Fonds und Anleihen kannst Du über Gettex, das ist die digitale Handelsplattform der Börse München, tatsächlich für 0 Euro handeln.

Über Lang und Schwarz Exchange der Börse Hamburg ist das für pauschal 1 Euro möglich.

Auch Derivate, wie Optionsscheine können durch den Direkthandel bei Morgan Stanley, Vontobel, HSBC und UBS für 0 Euro gehandelt werden.

Bei den 0 Euro bzw. 1 Euro Ordergebühren gilt ein Mindestordervolumen von 500 Euro.

Bei Tradingvolumen von weniger als 500 Euro oder bei Handel an allen anderen deutschen Börsenplätzen fallen 4 Euro pro Trade an, was im Vergleich mit herkömmlichen Brokern auch noch sehr günstig ist.

3. Es gibt eine Vielzahl an Börsenplätzen

In der Regel bieten die günstigen Neobroker nur 1 oder 2 Börsenplätze zur Auswahl.

Mit Smartbroker hast Du weitaus mehr Möglichkeiten.

Du kannst die folgenden deutschen Handelsplätze wählen:
Xetra, Tradegate, Quotrix, Lang & Schwarz, Börse Berlin, Börse Düsseldorf, Börse Frankfurt, Börse Hamburg, Börse Hannover, Börse München, Börse Stuttgart sowie Gettex

Internationale Aktien kannst Du ausserdem an ihren jeweiligen Heimatbörsen handeln. Damit ist auch der Kauf und Verkauf von ausgefalleneren Wertpapieren möglich.

Hier stehen dir folgende Handelsplätze zur Verfügung:
In Australien die Sydney Stock Exchange, in Kanada die TSE und die TSX sowie in den USA die New York Stock Exchange, die New York Stock Exchange Amex, die NASDAQ, Pink Sheet und das OTC Bulletin Board.

Ausserdem kannst Du an den Börsen in Belgien, Dänemark, England, Finnland, Frankreich, Hongkong, Italien, Japan, den Niederlanden, Norwegen, Österreich, Portugal, Schweden, Schweiz, Singapur und Spanien handeln.

Und im ausserbörslichen Handel:
Baader Bank, BNP Paribas, Citi, Commerzbank, Deutsche Bank, DZ Bank, Goldman Sachs, HSBC, HVB, ING, JP Morgan, Lang & Schwarz, Morgan Stanley, Société Générale, UBS sowie Vontobel

4. Es gibt ein großes Angebot an ETF-Sparplänen

Insgesamt kannst Du aus rund 600 Etf-Sparplänen von namhaften Anbietern wie Amundi, iShares, Lyxor, comstage, Xtrackers, Vanguard, SPDR, UBS, HSBC, Invesco, DEKA und noch weiteren mehr wählen.

Über 270 davon kannst Du sogar kostenlos besparen.

Bei dieser Auswahl findest Du im Bereich der ETFs alle wichtigen Indizes.

5. ETF- und Fondsparpläne gibt es schon ab 25 Euro Sparrate

Die Mindestsparrate von 25 Euro je Sparplan ist im Vergleich mit anderen Brokern sehr niedrig. So kannst Du auch bei geringem monatlichen Budget in mehrere ETFs oder Fonds investieren.

Bei Aktiensparplänen ist die Mindesthöhe 125 Euro.

6. Es sind sämtliche Aktien und Etfs handelbar

Durch die Handelsplätze Gettex ohne Orderkosten sowie Lang und Schwarz mit 1 Euro Ordergebühr sind bereits mehr als 90% aller deutschen und internationalen Aktien und ETFs verfügbar, die deutsche Anleger handeln.

Dank der grossen Auswahl an Handelsplätzen kannst Du aber auch exotischere Titel ordern und hast sämtliche Aktien und ETFs zur Auswahl.

Damit bietet Smartbroker unter den Neobrokern die größte Auswahl für den Kauf von Wertpapieren.

7. Es gibt 18.000 Fonds ohne Ausgabeaufschlag

Auch wenn aktiv gemanagte Fonds, dank der wachsenden Beliebtheit von ETFs, immer weiter an Bedeutung verlieren, hast Du hier eine Auswahl aus 18.000 Wertpapierfonds. Und das ohne Ausgabeaufschlag.

8. Du kannst auch physisches Gold kaufen

Mit Smartbroker hast Du die Möglichkeit echtes Gold ganz bequem zu ordern und zu verwahren. Es sind Barrengrößen zwischen 20g und 1kg frei wählbar. Die physische Einlagerung erfolgt bei der UBS in der Schweiz.

Bei Gold gilt, dass Du bei steigenden Goldpreisen abgeltungsstreuerfrei bleibst, sofern die Haltedauer mindestens ein Jahr beträgt. Mit Smartbroker kannst Du Deine Goldbestände sogar beleihen.

9. Lastschriften von Drittkonten sind möglich

Wenn Du Sparpläne für ETFs oder Aktien einrichtest, kannst Du einen Lastschriftauftrag einrichten, so dass die Sparraten bequem von Deinem vorhandenen Girokonto abgebucht werden können. So brauchst Du kein Guthaben für diesen Zweck auf dem Verrechnungskonto sicherstellen.

10. Du kannst kostenlose Unterdepots anlegen

Mit Unterdepots kannst Du Dein Geldanlagen nach verschiedenen Zwecken organisieren und behältst immer den Überblick.

11. Steuern werden automatisch abgeführt

Smartbroker ist ein Anbieter aus Deutschland. Die Jahressteuerbescheinigung wird autmatisch erstellt und die Steuer an das Finanzamt abgeführt. Anders als bei ausländischen Brokern, wie zum Beispiel bei Trading 212, brauchst Dich also nicht selbst um die Abführung der Abgeltungssteuer kümmern.

12. Hohe Sicherheit

Das Berliner FinTech arbeitet mit der DAB BMP Paribas zusammen. Deine Einlagen sind daher durch die Einlagensicherung bis zu 100.000 Euro abgesichert. Darüber hinaus unterliegen die Einlagen auch dem freiwilligen Einlagensicherungsfonds. Damit sind Einlagen bis zu 90.000.000 Euro je Kunde geschützt.

13. Der Depotübertrag ist kostenlos

Wenn Du Dein Depot zu Smartbroker übertragen möchtest, fallen seitens des Anbieters keine Gebühren an. Und auch bei einem Depotumzug von Smartbroker zu einem anderen Broker werden dir hier keine Gebühren berechnet.

Nachteile des Smartboker Depots

1. Dein Depot kannst Du nur im Browser nutzen

Aktuell gibt es keine App zum Handeln für Dein Smartphone. Du kannst aber den Webauftritt auf jedem internetfähigen Smartphone, Tablett und natürlich auch am Computer benutzen.

2. Es können Negativzinsen anfallen

Ein Verwahrentgelt in Höhe von 0,5% p.a., oft auch als Negativzinsen bezeichnet, fällt an, wenn Dein Cashbestand auf dem Verrechnungskonto 15% oder mehr von Deinem Depotwert entspricht. Es wird nur für den Betrag erhoben, der oberhalb der 15% liegt.

Die Abrechnung erfolgt quartalsweise und es wird eine durchschnittliche Cashquote errmittelt. Nur wenn der durchschnittliche Cashbestand darüber liegt, fällt das Verwahrentgelt an. Damit soll erreicht werden, dass kurzfristig höhere Kontosalden, zum Beispiel durch Verkäufe, sich ausgleichen können.

Ausserdem wird jeweils eine dreimonatige Investitionsphase berücksichtigt. Nach Zahlungseingang sind höhere Beträge für 3 Monate vom Verwahrentgeld befreit.

Für Sparpläne solltest Du den Lastschrifteinzug vom Girokonto wählen, um Deine Cash-Quote nicht unnötig zu erhöhen.

Wenn Dein Depotwert noch gering ist und Deine Cashquote schnell die 15% überschreitet, solltest Du Einmalkäufe innerhalb von 3 Monaten nach Überweisung auf Dein Verrechnungskonto abschliessen.

Wie finanziert sich Smartbroker?

Klassische Broker berechnen Ordergebühren von 5, 10 oder mehr Euro. Da liegt die Frage nahe, wie Smartbroker den Handel für 0 Euro anbieten kann.

Grundsätzlich haben Broker zwei Einnahmequellen: Die Provisionen vom Kunden und die Rückvergütungen vom Handelsplatz.

Neobroker wie Smartbroker setzen auf schlanke Prozesse, um Kosten zu sparen.

Dieser Kostenvorteil wird genutzt, um sich allein aus der Rückvergütung des Handelsplatzes zu finanzieren.

Welche Kosten können bei Smartbroker entstehen?

Kostenfreien Funktionen

  • Sowohl die Depot- als auch die Kontoführung ist kostenlos
  • Für 270 Sparpläne fallen keine Ordergebühren an
  • Der Handel von ETFs, Aktien und Fonds mit einem Orderwert über 500 Euro an der elektronischen Handelsbörse Gettex von der Börse München ist kostenlos
  • Anlagezertifikate & Hebelprodukte bei Order ab 500 Euro sind bei HSBC, Morgan Stanley, UBS und Vontobel gratis
  • Orderlimits sind kostenlos
  • Teilausführungen sind kostenlos, wenn sie taggleich erfolgen
  • Orderstreichungen sind gebührenfrei
  • Dividendenausschüttungen sind gratis
  • Überweisungen sind kostenfrei
  • Jahressteuerbescheinigungen sind kostenlos

Kostenpflichtige Funktionen

  • Es kann ein Verwahrentgelt von 0,5% p.a. anfallen, dass sich durch die 3 monatige Investionsfrist leicht vermeiden lässt.
  • Beim Handel mit Aktien und ETFs über L&S fällt 1 Euro Gebühr an
  • Handel an den deutschen Handelsplätzen ausser Gettex und L&S oder unter 500 Euro kostet je Order 4 Euro zzgl. Fremdspesen oder Maklerprovisionen.
  • Für Order an internationalen Börsen fallen verschieden hohe Gebühren an
  • Die Teilnahme an Hauptversammlungen kostet 25 Euro
  • Die Eintragung bei Namensaktien kostet 60 Cent je Position
  • Die Verwahrung von Gold kostet 0,0298% vom Bestandswert

Lohnt sich das Smartbroker Depot?

Auf jeden Fall.

Mit der Möglichkeit für 0 Euro ab nur 500 Euro Ordervolumen über den Gettex Handelsplatz der Börse München zu handeln, kannst Du über 90% aller Aktien und jeden ETF Kostenlos in Dein Depot legen.

Für exotischere Werte stehen Dir weitere Börsen in Deutschland für nur 4 Euro und alle wichtigen ausländischen Handelsplätze zu sehr günstigen Orderkosten zur Verfügung.

Mit 270 kostenlosen ETF-Sparplänen sind alle wichtigen Indizes vertreten. Neben den kostenlosen ETF-Sparplänen gibt es 321 weitere, die Du für 0,2% Gebühren, bei mindestens 80 Cent je Ausführung besparen kannst.

Wenn Du eine noch größere Auswahl an kostenlosen Sparplänen möchtest, dann schau Dir Scalable Capital an. Hier kannst Du einen aus 1300 ETFs, sowie beliebig viele aus 600 ETFs kostenlos besparen.

Aufpassen musst Du beim Verwahrentgelt, das sich aber leicht umgehen lässt.

Sparpläne lässt Du wie gesagt am besten per Lastschrift von Deinem Girokonto bedienen und für Einmalkäufe hast Du 3 Monate Zeit. Dazu kommt, dass das Verwahrentgelt nur für die Cash-Beträge über den 15% vom Depotwert berechnet wird und es sich um einen Jahreszins handelt.