Klarna Card Kreditkarte

Wie gut ist die Klarna Card Kreditkarte? Welche Gebühren können anfallen und warum ist sie so gut für´s Shopping geeignet?

Wir stellen Dir die Karte mit all ihren Vorteilen und auch den Nachteilen vor. Wir zeigen Dir alle wichtigen Konditionen und sagen wir Dir welche Kreditkarte möglicherweise eine bessere Alternative oder als Ergänzung praktisch ist.

Klarna ist hauptsächlich als Zahlungsdienstleister bekannt, über den kleine und grosse Onlineshops ihren Kunden flexible Zahlungsmöglichkeiten wie den Rechnungskauf oder den Ratenkauf anbieten können.

Das schwedische Unternehmen hat Niederlassungen in den USA, Deutschland, Spanien, UK, Australien, Italien, Frankreich und vielen weiteren Ländern. Mehr als 1000 Onlineshops setzen Klarna in Deutschland ein, einige der Bekannteren sind Pandora, Ray Ban, Urban outfitters, Vero Moda und Mediamarkt.

Auch der Zahlungsdienst Sofort, mit dem Du Deine Online-Shopping-Einkäufe direkt mit deinen Bankzugangsdaten per Sofortüberweisung bezahlen kannst, gehört zu Klarna. Das Unternehmen hat sich also voll und ganz der Abwicklung von Zahlungen im ecommerce verschrieben.

Und so beschreibt Klarna auch die Visakarte als Karte für Smoooth Shopping. Mit ihr kannst Du die Zahlungsfunktionen auch in den Onlineshops nutzen, die nicht mit Klarna zusammenarbeiten oder eben auch ausserhalb des Internets, in Geschäften, Supermärkten und so weiter.

Die Vorteile & Nachteile der Klarna Card Visakarte

Die Vorteile:

Die Nachteile:

Vorteile der Klarna Card Kreditkarte

1. Es fallen keine Jahresgebühren an

Die Klarna Card ist komplett kostenlos. Das heisst es fallen keine monatlichen oder jährlichen Gebühren an. Nicht im ersten Jahr und auch nicht in den Folgejahren.

2. Die Karte ist girokontounabhängig

Um die Karte zu erhalten oder zu nutzen, brauchst Du kein Girokonto bei Klarna führen. Du kannst sie ganz einfach mit Deinem bestehenden Girokonto nutzen.

3. Du erhältst einen Kreditrahmen

Bei der Visakarte von Klarna handelt es sich um eine echte Kreditkarte mit einem Kreditrahmen. Damit kannst Du sie weltweit auch bei Autovermietungen und Hotels einsetzen. Mit Debit- und Prepaidkarten kann es dort zu Problemen kommen.

Hier gibt es aber auch eine Besonderheit im Vergleich mit anderen Kreditkarten. Denn die Abrechnung erfolgt nicht einfach monatlich. Und damit kommen wir auch schon zum

4. Du kannst immer flexibel zahlen

In der Regel werden Kreditkarten einmal im Monat abgerechnet und der Gesamtbetrag dann entweder sofort oder innerhalb von bis zu 4 Wochen abgebucht.

Bei der Klarna Card ist das anders. Hier nutzt Du die App, um für jede Zahlung Deine Zahlungsart zu wählen. Dabei hast Du 3 Möglichkeiten, die Du auch in Onlineshops die Klarna nutzen, wählbar sind..

1. Sofortzahlung
Hier wird der Betrag der Zahlung direkt von Deinem Girokonto abgebucht

2. Rechnungskauf
Dabei wird der Betrag für die gewählte Zahlung erst in 14 Tagen fällig. Du zahlst dafür keine Zinsen.

In der App kannst Du auch voreinstellen, dass alle Zahlungen unter einem bestimmten Betrag, zum Beispiel 20 Euro, sofort vom Girokonto abgebucht werden und Zahlungen darüber, erst in 14 Tagen.

3. Ratenkauf
Hier kannst Du eine Ratenzahlung nutzen, die allerdings wie auch bei den normalen Revolving-Kreditkarten recht teuer ist. Hier fällt ein effektiver Jahreszins von 11,95% an. Die Teilzahlung solltest Du also wenn möglich vermeiden.

Wenn wir gleich zu den Alternativen kommen, stellen wir Dir noch eine Karte vor, bei der Du Ratenzahlungen von bis zu 3 Monaten ohne Zinsen erhalten kannst.

5. Es fallen keine Fremdwährungs- oder Auslandseinsatzgebühren an

Mit der Karte kannst Du weltweit ohne Gebühren bargeldlos bezahlen, in Euro und auch in allen anderen Währungen. Klarna berechnet keine Fremdwährungsgebühren.

6. Kontaktlose Zahlungen sind möglich

Wie fast alle Kreditkarten heute, bietet Dir auch die Klarna Card dank NFC-Chip sämtliche Zahlungen kontaktlos vorzunehmen. Bei Beträgen bis zu 50 Euro ist das auch ohne PIN oder Unterschrift möglich. Einfach Karte vor das Lesegerät halten und fertig.

7. Mobiles Bezahlen ist möglich

Mit der Klarna Card kannst Du Apple Pay oder Google Pay zum mobilen Bezahlen nutzen. Statt die Karte zum kontaktlosen Bezahlen zu verwenden, kannst Du so auch dein iPhone oder Dein Android Smartphone nutzen. Damit sind auch Zahlungen von höheren Beträgen als 50 Euro ohne PIN oder Unterschrift möglich.

Übrigens: Bei der Zahlung mit Apple Pay oder Google Pay fallen keine Kosten für Dich an.

8. App für volle Kontrolle

Die Klarna App spielt eine wichtige Rolle bei der Visakarte. Hier kannst Du nämlich alle Deine Zahlungen verwalten und für jede einzelne davon wählen, ob sie sofort, in 14 Tagen oder in Raten von Deinem Girokonto abgebucht werden soll.

Du kannst dafür auch eine automatische Regel in der App festlegen, zum Beispiel, dass Beträge unter 20 Euro immer sofort abgebucht werden und alle Zahlungen darüber erst in 14 Tagen.

In der App kannst Du zudem auch Deine PIN anzeigen lassen, die Karte vorübergehend sperren, wieder freigeben oder permanent sperren.

Nachteile der Klarna Card Kreditkarte

1. Bargeld abheben ist nicht möglich

Etwas aussergewöhnlich für eine Kreditkarte, aber mit der Klarna Card kannst Du kein Geld abheben, weder im Ausland noch in Deutschland. Die Karte ist nur zum bargeldlosen Bezahlen geeignet.

Wenn Bargeld wichtig für Dich ist, solltest Du dafür die Karte Deiner Bank oder unseren Tipp aus der Beschreibung nutzen.

2. Hohe Zinsen bei Ratenzahlung

Die Zinsen für die Ratenzahlung sind zwar, verglichen mit anderen Revolving-Kreditkarten, recht gering, aber trotzdem nicht günstig.

Mit der Karte solltest Du nur die Sofort-Zahlen-Funktion und den 14-Tage Rechnungskauf nutzen.

3. Es wird kein fester Verfügungsrahmen vergeben

Anders als bei anderen Kreditkarten erhältst Du keinen festen Kreditrahmen mit dem Du planen kannst. Stattdessen bekommst Du hier die Shopping Power, die mit niedrig, mittel oder hoch angegeben wird und schwanken kann.

Grundsätzlich kannst Du die Karte trainieren, dass heisst, wenn Du immer pünktlich bezahlst und auch höhere Beträge mit ihr ausgibst, solltest Du im Laufe der Zeit auch mehr verfügen können. Da aber Klarna dein Limit immer wieder neu prüft, kann es auch durch eine verspätete Zahlung oder einen negativen Schufa-Eintrag auch einmal in die andere Richtung gehen.

In der App kannst Du Deine Shopping Power testen, in dem Du den Betrag für den geplanten Kauf eingibst. So erfährst Du, ob es möglich ist, dafür mit der Klarna Card zu zahlen.

Das ist etwas umständlich – ein fester Kreditrahmen wie bei anderen Karten wäre hier sinnvoller.

4. Die Karte lässt sich nicht aufladen

Wenn größere Ausgaben geplant sind, wäre es praktisch den Verfügungrahmen durch eine Überweisung zu erhöhen. Leider ist das bei der Klarna Card nicht möglich.

Bevor wir zu der Frage kommen, ob und für wen sich die Karte lohnt und Dir auch Ergänzungen oder Alternativen vorstellen, mit denen Du die Nachteile von Klarna vermeiden kannst, fassen wir Dir die Vor- und Nachteile noch einmal kurz zusammen.

Lohnt sich die Klarna Card?

Die Klarna Card ist keine typische Kreditkarte. Es werden also nicht alle Zahlungen gesammelt und dann einmal im Monat abgerechnet.

Die Sofortzahlen-Funktion ist der einer Debitkarte ähnlich, die Ratenzahlung funktioniert wie bei einer Revolving-Karte und wird auch relativ hoch verzinst.

Interessant ist die Karte vor allem durch die Rechnungskauf-Funktion, bei der Du Zahlungen immer erst nach 14 Tagen zahlen musst. Damit kannst Du zum Beispiel auch offline so zahlen, wie es bei Versandhäusern und Onlineshops möglich ist.

Als einzige Kreditkarte im Portemonnaie ist die Klarna Card allerdings nicht empfehlenswert. Aufgrund des schwankenden Kreditrahmens kann es sonst passieren, dass Du im Geschäft stehst und nicht bezahlen kannst. Auch dass Du kein Bargeld abheben kannst, kann ein grosser Nachteil sein, vor allem wenn Du in Länder reist, in denen Kartenzahlungen nicht überall akzeptiert werden.

Alternativen

Barclaycard Visa

Als ergänzende Kreditkarte oder auch als Alternative eignet sich die barclaycard Visa. Auch hier zahlt man keine Jahresgebühr und Fremdwährungsgebühren fallen ebenfalls nicht an. Im Gegensatz zur Klarna Card kannst Du mit ihr auch Geld abheben und das weltweit kostenlos.

Die barclaycard Visa bietet Dir nicht die Möglichkeit des Rechnungskaufes mit 14 Tagen zinsfreiem Zahlungsziel für jede Zahlung. Allerdings erfolgt hier monatlich die Abrechnung aller Zahlungen eines Monats. Die Abbuchung des Saldos erfolgt dann erst etwa 3 Wochen nachdem Du die Abrechnung erhalten hast. Hier hast Du also ein deutlich längeres zinsfreies Zahlungsziel als bei der Klarna Card. Wichtig ist nur, dass Du die Rückzahlung auf 100% einstellst, da sonst Zinsen anfallen.

Ausserdem bietet die barclaycard eine interessante Zusatzfunktion – den zinslosen Ratenkauf, den Du auf einzelne Zahlungen anwenden kannst. Das geht bei allen Käufen mit einem Betrag von mindestens 95 und höchstens 500 Euro bei einer Laufzeit von 3 Monaten.